Haftung der Gesellschafter für Einlageverpflichtung

von Udo Schwerd

Soweit ein Gesellschafter mit der Erbringung seiner Einlageverpflichtung säumig ist, kann dies von der Gesellschaft mehrfach sanktioniert werden, im schlimmsten Fall mit dem Ausschluss des säumigen Gesellschafters. Im Übrigen besteht dann auch ein Haftungsrisiko für den letzten und jeden früheren Rechtsvorgänger des ausgeschlossenen Gesellschafters, soweit die entsprechende Zahlung von dem Gesellschafter oder seinem Rechtsvorgänger nicht zu erlangen ist.

Haftung der Gesellschafter nach Ausscheiden

In der Praxis ist immer wieder zu erleben, dass ausscheidende Gesellschafter einer GmbH einigermaßen überrascht sind, wenn sie von dem Haftungsrisiko erfahren, das im Falle des nicht voll eingezahlten Stammkapitals auch nach Abtretung der Geschäftsanteile und Ausscheiden aus der Gesellschaft weiter besteht. Dies ergibt sich aus der Regelung in § 22 Abs. 1 GmbHG, wonach auch ein ausgeschiedener Gesellschafter für die Erfüllung der Einlageverpflichtung weiterhin haftet, soweit er im Verhältnis zur GmbH als Inhaber des Geschäftsanteils und Rechtsvorgänger des ausgeschlossenen Gesellschafters gilt. Wer sich diesem Haftungsrisiko nicht aussetzen will, muss vor Abtretung der Geschäftsanteile und Ausscheiden aus der Gesellschaft für eine vollständige Erfüllung der Einlageverpflichtung sorgen ...

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