Eine überwachte Kindheit

von Daniela Windelband

Auf unserem Blog beschäftigen wir uns häufiger mit Formen der Überwachung und der Frage, was datenschutzrechtlich zu vertreten ist und wo die Grenzen liegen. Mal geht es um die Vorratsdatenspeicherung, dann um die neuen Angebote auf dem Gebiet der Kranken– und Kfz-Versicherungen. Auch Social Media spielt immer eine Rolle. Da fällt einem natürlich Facebook ein, aber auch die neuen Datenschutzbestimmungen von Spotify sind uns einen Artikel wert. Durchaus seltener geht es um die Belange und Besonderheiten von Kindern. Was ein wenig in der Natur der Sache liegt, denn hier werden ja eher Themen aufgegriffen, die für Unternehmen, Beschäftigte und datenschutzrechtlich Interessierte relevant sind.

Heute wollen wir uns aber dennoch einmal mit der Überwachung von Kindern beschäftigen. Sie haben keine? Lesen Sie trotzdem weiter, denn es geht auch Sie etwas an! Bei der Recherche zu diesem Artikel habe ich nämlich schnell gemerkt, dass es hierbei eigentlich um die Frage geht, wie wir unsere Gesellschaft in der Zukunft sehen und welche Werte die „lieben Kleinen“ von uns vermittelt bekommen und zu was das führen kann.

Überwachung nur zum Wohle von … wem eigentlich?

Überwachung, dieses Wort ist grundsätzlich negativ besetzt. Die Industrie spricht gerne von Kontrolle oder Risikoabwehr. Ich bleibe aber bei dem Wort Überwachung. Diese fängt nicht erst im Säuglingsalter an, wo es Fläschchen gibt, die blinken, wenn das Baby zu schnell trinkt. Es könnte ja zu viel Luft schlucken und dann, ach je, Bauchschmerzen haben. Oder der Schlaf der Babys wird über Sensoren überwacht und die neuen Babyphones haben sowieso fast alle eine Kamerafunktion, damit die Eltern ihren Sprössling auch ja immer im Blick haben. Neu für mich war eine Art Pflaster, das rund um die Uhr die Körpertemperatur misst und auf das Smartphone der Eltern überträgt. Natürlich mit Warnung, wenn sich diese verändert ...

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