SEO, Linkbuilding & Recht – Was ist erlaubt und was nicht?

von Dr. Kerstin Heiß

Bei der Suchmaschinenoptimierung (search engine optimization, SEO) kommt dem Thema Linkbuildung eine große Bedeutung zu. Ziel ist es, externe Backlinks auf die eigenen Seiten zu generieren, um den PageRank bei Google zu erhöhen. Der PageRank misst, wie viele Seiten aus dem Internet auf die eigene Internetpräsenz verweisen. Je mehr Links zu einer Seite gefunden werden, umso bedeutender wird die Seite eingeschätzt und umso höher ist der PageRank-Wert. Dies machen sich insbesondere Medienanbieter zu nutze und verkaufen online Linkplatzierungen in ihren redaktionellen Beiträgen. Diese sind allerdings meist nicht als Anzeige oder Werbung gekennzeichnet, so dass der Leser nicht erkennen kann, ob es sich bei dem Link um eine unabhängige Information handelt oder um Werbung. Was beim Linkbuilding aus rechtlicher Sicht zu beachten ist, zeigt unser Beitrag.

Ein Vermittler, z.B. die SEO-Agentur, stellt den Kontakt zwischen Werbetreibenden und den Medien her. Er verkauft den Linkplatz im Artikel des Onlineangebots eines Onlinemediums an den Werbetreibenden, auch als „Advertorial“ bezeichnet. Der Begriff setzt sich aus den Wörtern „advertisement“ (Anzeige) und „editorial“ (redaktioneller Beitrag) zusammen. Es handelt sich um eine Anzeige, welche in einem redaktionellen Beitrag verpackt wird.

Getarnte Werbung verstößt als sogenannte Schleichwerbung gegen geltendes Recht. Nicht nur das deutsche Presserecht verlangt, dass eine klare Trennung zwischen redaktionellen Beiträgen und Anzeigen erfolgen muss. Es liegen in der Regel auch Verstöße gegen das Wettbewerbsrecht, das Telemediengesetz und den Rundfunkstaatsvertrag vor ...

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