Vorfälligkeitsentschädigung

Vorfälligkeitsentschädigung und Widerrufsrecht – Durch einen Widerruf Ihres Kreditvertrages können Darlehensnehmer die bei einer Umschuldung fällige Vorfälligkeitsentschädigung sparen.

Sparkassen und Banken erheben eine Entschädigungsgebühr für den Fall, dass ein Darlehen durch den Bankkunden vorzeitig gekündigt wird. Diese Vorfälligkeitsentschädigung soll der Refinanzierungsschaden und Margenschaden des Instituts ausgeglichen werden.

Die aktuellen Zinsen sind gegenüber den in den letzten Jahren vereinbarten Zinszahlungen erheblich gesunken. Damit lohnt es sich meist eine Umschuldung und eine vorzeitige Kündigung eines Kreditvertrages für die Fälle in denen keine Vorfälligkeitsentschädigung anfällt.

Nun kommt der „Widerrufs-Joker“ ins Spiel. Hat die Bank eine falsche Widerrufsbelehrung im Kreditvertrag verwendet, entfällt die Verpflichtung für den Darlehensnehmer, die Vorfälligkeitsentschädigung zu leisten. In ca. 80% aller Fälle in den Jahren vor 2010 ist die verwendete Widerrufsbelehrung fehlerhaft. Sie damit ungültig und ein Widerruf kann erklärt werden.

Vorfälligkeitsentschädigung kann durch Widerruf gespart werden

Es reichen bereits kleinere Fehler in der Formulierung der Widerrufserklärung und die Forderung nach der Entschädigung entfällt bei einem Widerruf.

Bei einer fehlerhaften Widerrufsbelehrung wird die Zweiwochenfrist nicht in Gang gesetzt. Diese beginnt nur zu laufen, wenn die Belehrung über das Widerrufsrecht ordnungsgemäß erfolgt ist. Ansonsten hat die Frist noch nicht begonnen und der Widerruf kann jederzeit erklärt werden.

Der Widerruf bewirkt, dass das gesamte Immobiliendarlehen rückabzuwickeln ist. Der Verbraucher erhält seine geleisteten Zins- und Tilgungsleistungen sowie gegebenenfalls Agio/Disagio und Bearbeitungsgebühren vom Kreditinstitut zurück ...

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