Freimaurer ohne Frauen sind nicht gemeinnützig

von Thorsten Blaufelder

Der Ausschluss von Frauen in Freimaurerlogen steht deren steuerbegünstigter Gemeinnützigkeit entgegen. Dies hat das Finanzgericht Düsseldorf in einem am Donnerstag, 03.09.2015 bekanntgegebenen Urteil entschieden und damit die Körperschaftsteuerbefreiung einer Freimaurerloge abgelehnt (AZ: 6 K 2138/14 K). Selbst wenn es gemeinnützige Ziele gebe, schließe die Loge einen Großteil der Bevölkerung davon aus.

Die ersten Freimaurerlogen entstanden im 13. Jahrhundert in England. Ursprung waren mittelalterliche Steinmetzbruderschaften. Im 18. Jahrhundert bildeten sich auch in Deutschland die ersten Logen. Die Männerbünde hatten feste Rituale und sogar eine Art Geheimsprache. Mittlerweile gibt es auch Freimaurerlogen für Frauen.

Mit ihrer Klage wollte eine Freimaurerloge von der Körperschaftsteuer befreit werden. Sie verfolge gemeinnützige Zwecke. Mitglieder könnten „wahrheitsliebende, ehrenhafte Männer werden, die zu einer christlichen Religionsgemeinschaft gehören und sich innerlich zur Lehre Jesus Christi bekennen, wenn sie mindestens das 21. Lebensjahr vollendet haben“.

Sowohl das Finanzamt als auch das Finanzgericht lehnten die Steuerbegünstigung ab. Verfolge eine Körperschaft gemeinnützige Zwecke, könne sie zwar von der Körperschaftsteuer befreit werden. Dafür müsse ihre Tätigkeit aber darauf gerichtet sein, „die Allgemeinheit auf materiellem, geistigem oder sittlichem Gebiet selbstlos zu fördern“, so das Finanzgericht in seinem Urteil vom 23.06.2015 ...

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