Landgericht Oldenburg verurteilt die Halterin des bei der HUK-Coburg versicherten Fahrzeuges in der Berufung zur Zahlung restlicher Sachverständigenkosten (1 S 16/15 vom 01.09.2015)

Hier wurde über das Urteil des AG Oldenburg vom 28.11.2014 berichtet, gegen das Berufung eingelegt wurde. Das LG Oldenburg hat das Urteil abgeändert und die Halterin des bei der HUK-Coburg versicherten Fahrzeuges zur Zahlung der insgesamt gerichtlich weiter geltend gemachten Sachverständigenkosten in Höhe von 104,36 € nebst Zinsen verurteilt (1 S 16/15). Zwar geht auch das LG Oldenburg nach wie vor davon aus, dass die BVSK-Umfrage eine zulässige Schätzungsgrundlage sei. Jedoch wird klargestellt, dass es nicht auf die Einzelpositionen der Rechnung ankommt, sondern auf den Endbetrag. Insoweit schließt sich das LG Oldenburg u. a. der aktuellen Rechtsprechung des LG Hamburg an. Erstritten wurde dieses Urteil von der Kanzlei Hamburger Meile.

Das Urteil des LG Oldenburg:

1. Die Beklagte wird verurteilt, an den Kläger EUR 104,36 nebst Zinsen i.H.v. 5 Prozentpunkten über dem Basiszinssatz seit dem 1.10.2013 zu zahlen.

2. Die Kosten des Rechtsstreits beider Instanzen trägt die Beklagte.

3. Das Urteil ist vorläufig vollstreckbar.

4. Die Revision wird nicht zugelassen.

Der Kläger nimmt die Beklagte aus abgetretenem Recht auf Ersatz restlicher Sachverständigenkosten infolge eines Verkehrsunfalls im Juli 2013 in Stade zwischen der Zedentin und der Beklagten in Anspruch. Die volle Haftung der Beklagten für die Unfallschäden steht zwischen den Parteien außer Streit. Nach dem Verkehrsunfall beauftragte die Geschädigte den Kläger mit der Erstellung eines Sachverständigengutachtens, für das ihr der Kläger 527,36 EUR berechnete. Ihren Anspruch auf Erstattung der Sachverständigenkosten gegen die Beklagte trat die Geschädigte an den Kläger ab. Die Kfz-Haftpflichtversicherung der Beklagten zahlte auf die Sachverständigenkosten einen Betrag i.H.v. 423,00 EUR.

Die Differenz zwischen Rechnungs- und Erstattungsbetrag i.H.v. 104,36 EUR hat der Kläger zunächst vor dem Amtsgericht Oldenburg geltend gemacht ...

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