Schaden in der Mietwohnung - wer zahlt?

Häufig kommt es zum Streit hinsichtlich der Frage, wer die Kosten der Beseitigung von Beschädigungen der Mietsache übernehmen soll. Ist streitig, ob die Mietsache bereits bei Mietbeginn beschädigt war, ist der Vermieter für den schadensfreien Zustand beweispflichtig. Rein wertende Darlegungen (z. B. vertragswidrig, nicht ordnungsgemäß, stark beschädigt, verschmutzt, katastrophal, fürchterlich, schlimm) reichen nicht. Der Vermieter muss darlegen, dass die Mietsache während der Mietzeit eine Veränderung oder Verschlechterung erfahren hat. Deshalb ist es erforderlich, dass der Vermieter im Schadensersatzprozess den Zustand der Mietsache bei Mietbeginn und bei Mietende präzise beschreibt und darlegt, welche Veränderung oder Verschlechterung eingetreten ist (vgl. Landgericht Berlin, MM 1988, 28). Für übliche, mit dem Mietgebrauch zusammenhängende Abnutzungen haftet der Mieter nicht. Nach § 548 BGB hat der Mieter für Veränderungen oder Verschlechterungen der gemieteten Sache, die durch den vertragsmäßigen Gebrauch herbeigeführt werden, nicht einzustehen. Zu den Veränderungen und Verschlechterungen in diesem Sinne gehören zunächst diejenigen Abnutzungen und Verschleißerscheinungen, die im Verlauf der Mietzeit infolge des üblichen Mietgebrauchs eintreten. Hierzu zählen insbesondere kleinere Risse im Verputz, altersbedingte Verformungen von Fenstern, Abnutzung der Fußböden, Verfleckung der Tapeten, Verblassen der Anstriche, Türen und Rollläden, gebrauchstypische Defekte an den Sanitärgegenständen, brüchige Wasserschläuche in Bädern und Duschen, auch wenn wegen des besonderen Gewichts der Möbel der Bodenbelag Druckspuren zeigt ...Zum vollständigen Artikel

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