Hundehaltung in der Mietwohnung

Welche Hundehaltung ist nach dem Mietvertrag zulässig?

Wenn ein Mieter in der Wohnung ein Tier halten will, muss er zunächst prüfen ob Tierhaltung zulässig ist und in welchem Umfang. Hier hilft zunächst ein Blick in den Mietvertrag. Regelungen in Mietverträgen sind allerdings oft unwirksam, so zum Beispiel, wenn die Hundehaltung generell ausgeschlossen wird. Dazu der Bundesgerichtshof: Eine Allgemeine Geschäftsbedingung in einem Mietvertrag über Wohnräume, die den Mieter verpflichtet, “keine Hunde und Katzen zu halten” ist wegen unangemessener Benachteiligung des Mieters unwirksam (BGH, Urteil vom 20. März 2013 – VIII ZR 168/12 –, juris).

Welche Hunde dürfen bei fehlender oder unwirksamer Regelung im Mietvertrag gehalten werden?

Gibt es im Mietvertrag keine Regelung oder ist die vorhandene Regelung unwirksam, stellt sich die Frage, welche Art von Hunden vom Mieter in der Wohnung gehalten werden dürfen.
Nach aktueller Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGH WuM 2013, 295 Rz. 21, 24 nach JURIS) ist entscheidend, ob die beabsichtigte oder vorgenommene Hundehaltung im Einzelfall im Rahmen des bestimmungsgemäßen Gebrauchs zulässig ist. Hierbei spielen ganz unterschiedliche Kriterien eine Rolle. Maßgeblich sind Hunderasse, Größe des Hundes und Verhalten des Hundes. Auch die Zahl der Hunde ist maßgeblich mit zu berücksichtigen.
Weiter entscheidend sind Größe, die Art und die Lage der Wohnung und des Wohnumfeldes. Dazu gehören auch die berechtigten Interessen der Mitbewohner des Hauses, aber auch der Bewohner von Nachbarhäusern.

Entscheidend ist im übrigen auch die bisherige Gestattungspraxis des Vermieters ...

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