Achtung: "offener" E-Mail-Verteiler!

Nach einem aktuellen Bericht der BBC hat ein Londoner Krankenhaus versehentlich die Namen und E-Mail-Adressen von 780 Patienten einschließlich Informationen über deren HIV-Infektion mit einem Newsletter versandt.

Fehlerquelle "E-Mail-Verteiler"

Die "56 Dean Street Clinic" aus London sandte ca. 780 Patienten einen HIV-Newsletter. Dabei wurde von dem zuständigen Mitarbeiter versehentlich ein "offener" E-Mail-Verteiler mit der Folge verwandt, dass jeder Empfänger die Namen und E-Mail-Adressen der anderen 780 Empfänger sehen konnte. Damit konnte er diese auch als Patienten der Klinik und zumindest höchst wahrscheinlich HIV-Infizierte erkennen. Die zuständige Datenschutzaufsichtsbehörde hat Ermittlungen aufgenommen. Der Klinik droht nun ein Bußgeld in Höhe von bis zu 500.000,00 Pfund sowie Schadensersatzansprüche der Betroffenen.

Rechtslage in Deutschland

Auch in der Bundesrepublik Deutschland hat es schon vergleichbare Fälle gegeben. Das Bayrische Landesamt für Datenschutzaufsicht verhängte in einem Fall ebenfalls ein Bußgeld gegen die Mitarbeiterin eines Unternehmens wegen der Nutzung eines offenen E-Mail-Verteilers. Dabei ging es um eine E-Mail an zahlreiche Kunden des Unternehmens, die über den offenen Verteiler voneinander Kenntnis erhielten. Da es für diese Übermittlung personenbezogener Kundendaten an die anderen Kunden keine Rechtsgrundlage gab, war sie rechtswidrig und erfüllte – wie jede rechtswidrige Datenverarbeitung – einen Bußgeldtatbestand ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK