KiK-Betriebsrat unterliegt vor dem Arbeitsgericht

Hoch her ging es im Juni auf der Güteverhandlung beim Arbeitsgericht Dortmund. Mehr als 100 KiK-Mitarbeiter erschienen persönlich, um sich mit dem vom Unternehmen gekündigten Betriebsrat Andreas Piezocha solidarisch zu zeigen (wir berichteten). Mangels einer Einigung der Parteien traf das Gericht nun die Entscheidung: Es stimmte der Ersetzung der vom Betriebsratsgremium verweigerten Zustimmung zur Kündigung von Piezocha zu. Der kämpferische Kollege aus dem KiK-Zentrallager in Bönen bei Unna unterlag also, zumindest vorerst, denn: So einiges spricht dafür, dass er Beschwerde gegen die Entscheidung zum Landesarbeitsgericht eingelegen wird. Das BR-Gremium wird das wohl ebenso tun.

„Kik dich doch selbst ins Knie, du Ramschrampe!“ – diesen in Richtung Arbeitgeber gerichteten Spruch postete Piezocha auf seiner öffentlich einsehbaren Facebook-Seite. Sein Statement sowie ein von der Partei Die Linke mit ihm geführtes und in März veröffentlichtes Interview dürften nicht unwesentlich für die Entscheidung gewesen sein. Nach einem Bericht des Westfälischen Anzeigers wertete die Richterin das Verhalten des Betriebsrats als letztlich nicht zumutbar für das Unternehmen. „Durch seine wiederholten Verstöße gegen das Gebot zur Rücksichtnahme auf Firmeninteressen sei auch für die Zukunft nicht von einem vertragsgemäßen Verhalten des Betriebsratsmitglieds auszugehen“, so die Richterin ...

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