Warum in die Ferne schweifen?

von Carl Christian Müller

Mehrfach habe ich es schon erlebt, daß spätere Mandanten sich zunächst an einen “Großstadt-Anwalt” wandten, als würde es sich hierbei um eine besonders qualifizierte Anwalts-Spezies handeln, die dem Kleinstädter-Anwalt per se überlegen ist. Daei sollte es naheliegend sein, daß es auch dort gute und schlechte Anwälte gibt, wobei ich nachvollziehen kann, daß es für Mandanten zunächst schwer zu erkennen ist, zu welchem Typus ihr jeweiliger Anwalt gehört.

In einem Verfahren hatten sich die Gegner außergerichtlich bereits durch zwei örtliche Anwälte vertreten lassen. Für das Schlichtungsverfahren und die erste Instanz wurde der dritte Anwalt beauftragt. In erster Instanz gingen die Gegner baden, so daß – mahn ahnt es – ein Anwaltswechsel vorgenommen wurde. Nun mußte ein Großstadtanwalt her, der es den Kleinstädtern mal so richtig zeigen sollte.

Etwas überraschend standen die Gegner dann eines Tages in meiner Kanzlei und forderten mich auf, ihnen einen Schriftsatz ihres Großstadt-Anwalts zu erklären ...

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