Die Schuhverkäuferin, ihre Schuhe und der Werbungskostenabzug

von Stephan Weinberger

Das Finanzgericht Münster hat mit Urteil vom 01.07.2015 entschieden, dass eine Schuhverkäuferin für die Anschaffung von Schuhen auch dann keine Werbungskosten geltend machen kann, wenn die Pflicht besteht, während der Arbeitszeit Schuhe aus dem Schuhhaus des Arbeitgebers zu tragen.

Die Klägerin arbeitet als Verkäuferin in einem Schuhhaus, das einer Kette gehört. In sogenannten “Servicestandards“ der Kette ist niedergeschrieben, dass während der Arbeit “sauber geputzte Schuhe aus eigenem Haus“ zu tragen sind. Im Besteuerungszeitraum 2013 machte die Klägerin für den Kauf entsprechender Schuhe neben weiteren Aufwendungen 849 Euro als Werbungskosten geltend. Das Finanzamt aber weigerte sich, diese Kosten zu berücksichtigen, da es sich bei den Schuhen gerade nicht um typische Berufskleidung handeln würde. Hingegen wendete die Klägerin ein, sie würde die Schuhe nur während der Arbeit, keineswegs aber in ihrer Freizeit tragen ...

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