Von der Mediation zum Schiedsgericht – Med-Arb

von Gerfried Braune

Med-Arb ist ein Verfahren, bei dem zunächst eine Mediation durchgeführt wird und bei Scheitern der Mediation ein Schiedsgerichtsverfahren – oft mit derselben Person, die zunächst als Mediator tätig war. Dieses Mischverfahren wird vor allem in den USA oft im Rahmen von Arbeitsrechtsstreitigkeiten eingesetzt.

Als Vorteil des Med-Arb-Verfahrens wird angeführt, dass die Konfliktparteien schneller zu einer Lösung kämen, wenn das Damoklesschwert eines bindenden Schiedsspruchs über ihnen schwebt.

Bei uns stößt dieses Verfahren weitgehend auf Ablehnung – und das meiner Meinung nach zu Recht. Für mich der wichtigste Grund ist, dass das Wissen der Konfliktbeteiligten, der Mediator (oder die Mediatorin) kann bei Scheitern der Mediation eine bindende Entscheidung treffen, die Qualität der Kommunikation veräbdert. Der Vorteil der Mediation ist, dass gerade das Wissen um die nicht vorhandene Entscheidungsmacht des Mediators dazu führt, dass die Parteien nicht mehr versuchen müssen und wollen, den Mediator von der Richtigkeit ihrer Position und ihrer Argumente zu überzeugen ...

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