Dienstreisen mit dem Fahrzeug

Kommt es bei einer Dienstreise mit dem Privatfahrzeugs zu einem Unfall - gleich ob verschuldet oder unverschuldet - so stellt sich die Frage, wer für Sach- oder Personenschäden aufkommt. Bei einem vom Arbeitnehmer verursachten Schaden wird die Regulierung zunächst von der Teil- oder Vollkaskoversicherung des Arbeitnehmers übernommen. Damit ist die Angelegenheit jedoch nicht abgeschlossen. Da der Unfall auf einer Dienstreise passiert ist, wird die Versicherung mit einiger Sicherheit versuchen, die Zahlungen vom Arbeitgeber zurückzuverlangen. Dies kann insbesondere dann problematisch sein, wenn es zu einem Personenschaden gekommen ist. Der Grund ist einfach: sofern der Fahrer nicht grob fahrlässig gehandelt hat, er aber am Unfall selber schuld war und keine ausreichende Insassenversicherung vorlag, ist der Arbeitgeber bei einer Dienstreise unweigerlich in der Haftung. Hier kann es schnell zu Haftungssummen von mehreren 100.000 € kommen.

Die Haftung des Arbeitgebers greift jedoch nicht automatisch - die Nutzung eines Kfz gehört zunächst einmal zum allgemeinen Risiko. Bei Fahrten, bei denen das Fahrzeug nur zur persönlichen Erleichterung oder mit der Absicht der Zeitersparnis eingesetzt wird (Fahrt zwischen Wohnung und Arbeitsstätte, Fahrt zu Lehrgangsorten, Fahrt zum Arbeitsort, et cetera) trägt der Arbeitnehmer das Risiko. Kommt es also zu einem unfallbedingten Schaden, besteht kein Ersatzanspruch gegen den Arbeitgeber.

Sobald jedoch eine betriebliche Risikosphäre vorliegt, wird die Haftung des Arbeitgebers begründet. Dann hat der Arbeitnehmer auch einen Ersatzanspruch gegen den Arbeitgeber. Dies betrifft solche Fälle, bei denen das private Fahrzeug auf Weisung des Arbeitgebers eingesetzt wurde oder betriebliche Gründe die Nutzung des privaten Fahrzeugs zwingend erforderlich gemacht haben ...

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