Die kosovarische Adoptionsentscheidung

Die Anerkennungsfähigkeit einer kosovarischen Entscheidung in Deutschland richtet sich nach § 16 a FGG. Nach dieser Vorschrift ist eine ausländische Entscheidung anzuerkennen, wenn nicht einer der in § 16 a Nr. 1 bis 4 FGG aufgeführten Ausschlussgründe vorliegt.

Die Anerkennung ist nach § 16 a Nr. 4 FGG insbesondere dann ausgeschlossen, wenn die Anerkennung der Entscheidung zu einem Ergebnis führen würde, das mit wesentlichen Grundsätzen des Deutschen Rechtes (ordre public) offensichtlich unvereinbar ist.

Zu den wesentlichen Grundsätzen des deutschen Rechts gehört die Prüfung, ob die Adoption dem Wohl des Kindes entspricht. Hierzu gehört nicht nur die Prüfung der aktuellen Lebensumstände des zu adoptierenden Kindes, sondern auch die Prüfung der Eignung der Adoptionsbewerber als Adoptiveltern, also eine Überprüfung der Bewerber hinsichtlich ihrer Befähigung und der Eignung zur Übernahme der mit einer internationalen Adoption verbundenen Verantwortung sowie als weitere Kriterien die persönlichen und familiären Umstände der Bewerber, ihr Gesundheitszustand, ihr soziales Umfeld und ihre Beweggründe für die Adoption.

Die Prüfung muss die Lebensumstände der Annehmenden daher nahezu vollständig umfassen.

Eine brauchbare Eignungsprüfung in diesem Sinne kann daher sinnvollerweise nur in dem Land erfolgen, in dem die Annehmenden leben und zwar durch die dort zuständigen Fachdienststellen ...

Zum vollständigen Artikel

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK