#bloggerfuerfluechtlinge – Es ist an uns!

von Nina Diercks

“Nanu!?!” – der monothematische Social Media Recht Blog schreibt einen Beitrag zur Flüchtlingsdebatte? Was hat das mit Social Media Recht zu tun? Ganz klar, gar nichts hat das mit unseren übrigen Themen zu tun. Das ist aber gerade die Idee, die hinter der Aktion #bloggerfuerfluechtlinge steht. Eine Aktion, die von Nico Lumma, Stevan Paul, Karla Paul und Paul Huizing initiiert wurde und die auf einem einfachen Gedanken basiert “Augen auf, nicht weggucken, Mund aufmachen”. Wenn ich hier nur #heidenau erwähne, ist – so hoffe ich – jedem Leser klar, worum es geht. Falls trotzdem nicht: Die Zeitungen wie Online-Medien sind voll von gruseligen Schlagzeilen, die ein menschenverachtendes Treiben beschreiben. Kinder werden in S-Bahnen angepinkelt, in sozialen Netzwerken wird unter Klarnamen dazu aufgerufen, “dieses Pack zu vergasen” und in einigen Gegenden scheint es sozial-akzeptabel zu sein, andere Menschen mit Steinen zu beschmeißen, ihnen den Tod an den Hals zu schreien und die Unterkunft anzuzünden. Warum? Ja, weil “das” ja eben “Pack” ist, was jetzt 140 EUR im Monat bei “uns” abgreifen will.

Ich schäme mich dafür. Wie wohl viele. Und zugleich packt mich die kalte Wut. Wie auch so viele. Die Idee hinter #bloggerfuerfluechtlinge ist die, dass Menschen, die durch Ihren Blog und ihre sozialen Netzwerke eine gewissen Reichweite haben, eben diese dafür nutzen, laut Position zu beziehen gegen dieses menschenverachtende Haltung von einigen wenigen, die die Schlagzeilen beherrschen. Und zwar gerade diejenigen, die ansonsten thematisch weit ab von Asyl- und Flüchtlingsdebatten schreiben. Einfach, damit die Botschaft “Wir müssen helfen” aus der Filterbubble getragen wird.

Ich weiß, ich bin relativ spät dran mit diesem Beitrag. Und trotzdem will auch ich, bzw. wir, die Stimme hier mit diesem Post erheben.

Es ist an uns!

Freitagabend. Ich bin auf dem Weg nach Berlin zu einer Konferenz. Der Zug besteht aus zwei Zugteilen ...

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