Immaterielle Güter – Fragen über Fragen

von Robin Mujkanovic

Bei aller Diskussion um die schwierige Bilanzierung von Finanzinstrumenten und andere „moderne“ Probleme rückt gelegentlich ein Posten in den Hintergrund, der gerade für die deutsche Wirtschaft von existentieller Bedeutung ist: Das immaterielle Vermögen. Seit Jahrzehnten wird um dessen Bilanzierung im deutschen und auch im internationalen Raum heftig gerungen. Für den Erfolg der Unternehmen haben die sogenannten weichen Faktoren immer größere Bedeutung. Mit der Bedeutungssteigerung der immateriellen Güter hält ihre Bilanzierung aber nicht Schritt. Das DRSC hatte jüngst den Entwurf E-DRS 32 zur Bilanzierung immaterieller Güter vorgelegt, der in vielen Punkten Anlass zur Diskussion gibt. Mit diesem Blogbeitrag will ich davon losgelöst eine Sammlung von Fragen zu immateriellen Gütern beginnen. Über die Ergänzung weiterer Fragen über die Kommentarfunktion würde ich mich sehr freuen.

Was ist überhaupt ein immaterielles Gut?

Wann liegt ein Vermögensgegenstand vor?

Sollen für immaterielle Güter besondere Ansatzvoraussetzungen bestehen und wie sind sie gegebenenfalls auszugestalten?

Ist eine Unterscheidung in selbst geschaffene und erworbene immaterielle Güter für Bilanzierungszwecke sinnvoll?

Wie werden zusammengesetzte Güter in der Bilanzierung behandelt? Ist es vorstellbar, dass abseits der banalen Fälle eines Patents auf Papier oder einer Software auf einem Datenträger der immaterielle Teil den materiellen dominiert und wie soll man das feststellen? Als Diskussionsbeispiel ließe sich etwa ein iphone anführen, bei dem die Nutzer gerne auf die einfache Bedienung, das Design und sicher auch auf das Image der Marke abstellen, während die Hardware sich vermutlich nicht so wesentlich von anderen hochwertigen Geräten unterscheidet. Sollte man ein solches Smartphone dann als immaterielles Gut bilanzieren? Sicher angesichts der sehr traditionellen Verkehrsauffassung eine provokante Frage ...

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