„CEO Fraud″ oder „Fake President″ - der Enkeltrick im Unternehmen

von Boris Alles

Der Enkeltrick funktioniert in Unternehmen wie bei Senioren: mit Druck wird die Überweisung von Geld verlangt. Hier sind präventive Maßnahmen notwendig!

Bisher war der Enkeltrick überwiegend im Zusammenhang mit Senioren bekannt. Aktuelle Entwicklungen zeigen aber, dass immer mehr Unternehmen von dieser Betrugsmasche betroffen sind auf diese Weise um Millionenbeträge gebracht werden.

Die Vorgehensweise

Ein Buchhalter oder CFO einer deutschen Tochtergesellschaft erhält von dem im Ausland ansässigen CEO eine E-Mail, in der dieser über eine wichtige Transaktion informiert und vorgibt, für diese Transaktion dringend Geld zu benötigen. Der CEO weist in der E-Mail darauf hin, dass der Mitarbeiter mit keiner anderen Person über die Transaktion sprechen dürfe, da dies zum einen den Erfolg des Projekts gefährden könne und der CEO zum anderen eine Verschwiegenheitsverpflichtung unterzeichnet habe. Um die Geschichte plausibel erscheinen zu lassen, verweist der CEO meist auf einen Rechtsanwalt einer renommierten Rechtsanwaltskanzlei, der sich hierzu in Kürze bei dem Mitarbeiter melden wird.

Tatsächlich meldet sich dann der angegebene Rechtsanwalt und erläutert dem Mitarbeiter noch einmal den Hintergrund der Transaktion und die Dringlichkeit der Überweisung. Hierbei werden insbesondere der Zeitdruck und die besondere Vertraulichkeit in einem Transaktionsprozess ausgenutzt, um den Mitarbeiter in Handlungszwang zu versetzen. Sobald dieser dem Druck nachgibt und das Geld auf ein Konto im Ausland überweist, versuchen die Betrüger weitere Zahlungen anzustoßen ...

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