10 kuriose Steuer-Urteile zum Wochenende (Teil 3)

von Matthias Trinks

Heute der dritte und letzte Teil meiner persönlichen Top10 der kuriosesten FG-Urteile.

Toilettentagebuch umsonst erstellt (2013)

Bei manchen Fällen darf man wohl froh sein, dass Gerichtsakten nicht öffentlich sind. Ein Betriebsprüfer wollte die Kosten der Renovierung seines zweiten WC daheim absetzen. Zur Glaubhaftmachung der beruflichen Nutzung legte er ein Toilettentagebuch (!) vor. Überzeugen konnte das die Richter des FG Baden-Württembergs allerdings nicht: kein steuerlicher Abzug.

Prozessrisiko der besonderen Art (2015)

Steuerpflichtige versuchen ja bekanntlich gern mal, private Aufwendungen als Werbungskosten oder Betriebsausgaben abzuziehen. Dass der Abzug aber wegen unzureichend ausgeprägter Berufsfähigkeiten versagt wird, ist dann doch neu. So erging es einem Profifußballer jüngst vor dem FG Münster, als er sein Pay-TV-Abo geltend machen wollte. Begründung des Steuerpflichtigen: Er bereite sich mit den Fußballübertragungen taktisch auf künftige Gegner vor. Das sei besonders notwendig, da sein Vertrag beim derzeitigen Zweitligaclub demnächst auslaufe. Mit der Klage hatte er – natürlich – keinen Erfolg. Ein Argument der Richter: Das Pay-TV-Abo umfasse auch Spiele der ersten Bundesliga und der Champions League ...

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