Strafverteidiger Braunschweig

von RA Kai Hertweck
26.08.2015

Der Täter muss den Ermittlungsbehörden bei seiner eigenen Überführung nicht behilflich sein !


Diese simple Feststellung - eine Selbstverständlichkeit eigentlich, die auch jedem Nichtjuristen sofort einleuchtet - musste der BGH in seiner Entscheidung [Link] vom 19.05.2015 - 1 StR 200/15 (LG München II) treffen .

Nach den Feststellungen des Landgerichts hat sich der Angeklagte einer Erpressung schuldig gemacht. Bei der Strafzumessung wertete das Landgericht die besonders hohe kriminelle Energie, mit der der Angeklagte die Tat begangen habe, strafschärfend. Begründet wurde diese "hohe kriminelle Energie" damit, dass der Angeklagte das auf seinem PC geschriebene Erpresserschreiben nicht auf seinem Computer abgespeichert hatte, um ein späteres Auffinden der Datei zu vermeiden.
Auch habe er - wohl beim Tippen des Briefes - Handschuhe getragen, um Fingerabdruckspuren zu vermeiden.

Der BGH findet hierfür deutliche Worte ...Zum vollständigen Artikel


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