Unbemannte Fluggeräte bedrohen den Luftraum – und auch die Privatsphäre?!

von Katrin Gisler

Ausgangslage

Der Einsatz von Drohnen hat in den letzten Jahren stetig zugenommen und ein Ende dieser Entwicklung ist nicht in Sicht – im Gegenteil, die Technik wird immer ausgeklügelter. Die EU rechnet sogar damit, dass in den nächsten zehn Jahren zehn Prozent des Luftverkehrsmarkts auf Drohnen entfallen (mehr Details hier).

Dass die vermehrt aufkommenden Fluggeräte nicht unproblematisch sind, zeigt sich nicht zuletzt daran, dass immer mehr Zwischenfälle bekannt werden, die zu einer massiven Gefährdung des Luftverkehrs durch Drohnen führen. So geschah es beispielsweise, dass ein Verkehrsflugzeug beim Landeanflug beinahe mit einer Drohne zusammen stieß, dass Drohnen Löschhubschrauber derart behinderten, dass ihr Einsatz unterbrochen werden musste oder dass ein Rettungshubschrauber auf dem Weg in eine Klinik in 450m Höhe einer Drohne ausweichen musste, um einen Zusammenstoß zu verhindern.

Aufgrund ihrer geringen Größe sind Drohnen kaum sichtbar und mit ihren Elektromotoren beinahe geräuschlos unterwegs. Dadurch nimmt man sie kaum wahr, wenn sie in der Luft sind. Aufgrund der fortschreitenden Technik können Drohnen mit Kameras und Tonaufnahmegeräten ausgerüstet werden und dadurch Einblicke gewähren, die ohne diese technischen Hilfsmittel nicht möglich wären. Da Drohnen problemlos Hindernisse und Sichtbarrieren überwinden, können sie auch ohne direkte Sichtlinie des „Piloten“ zum Flugobjekt Daten sammeln. So sind nicht einsehbare Gebäude, Gärten und Terrassen plötzlich nicht mehr – wie eigentlich vorgesehen – geschützt. Dadurch wird die Privatsphäre der Betroffenen in besonders schwerwiegender Weise gefährdet.

Der eigentliche Zweck der Drohnen liegt jedoch nicht darin, fremde Grundstücke einzusehen und ausgewählte Personen zu beobachten ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK