Für „Terror“-Hauskatze muss Versicherung nicht aufkommen

von Thorsten Blaufelder

Zerlegt eine Katze in einer Mietwohnung die Dichtgummis einer Terrassentür, muss nicht immer die Tierhalterhaftpflichtversicherung für die Schäden aufkommen. Denn hat der Katzenhalter seine Katze wiederholt in seiner Wohnung Schalten und Walten lassen, wie sie will, liegt eine „übermäßige Beanspruchung“ der Mietsache vor, entschied das Amtsgericht Offenbach in einem aktuell veröffentlichten Urteil vom 07.05.2015 (AZ: 33 C 291/14). Die Versicherung muss dann nicht zahlen.

Geklagt hatte eine Katzenhalterin aus Offenbach, die bei ihrem Schwiegervater zur Miete wohnte. Das Halten einer Katze war laut Mietvertrag nach den „üblichen Vorstellungen“ erlaubt.

Die Katze war allerdings wohl gelangweilt oder mit der Mietwohnung offenbar nicht zufrieden. Sie tobte sich an den Dichtgummis der Terrassentür aus. Die Tür wurde außen zudem stark zerkratzt und zerstört.

Der Schwiegervater der Klägerin wollte den Schaden ersetzt haben. Die Frau wandte sich daher an ihre Tierhalterhaftpflichtversicherung. Mit dem Schaden habe sich eine „typische Tiergefahr“ verwirklicht ...

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