Ist Factoring unanständig?

von Hans-Günther Gilgan

Natürlich nicht! In der freien Wirtschaft und bei freien Berufen, z. B. den Ärzten und Rechtsanwälten, ist Factoring schon längst Usus. Sie nutzen die Vorteile, insbesondere

• zur umsatzkongruenten Finanzierung, • zur kurzfristiger Forderungsrealisierung, • um Forderungsausfälle zu reduzieren, • für eine ausgewogenen Finanzierung, • zur Bilanzverkürzung (soweit der Steuerberater bilanziert/dadurch bedingt ein besseres Rating), • durch Auslagerung des Forderungsmanagements, um mehr Zeit für die Kernaufgaben zu gewinnen und die Wertschöpfung zu erhöhen.

Allerdings werden diese und weitere Vorteile von offizieller Seite kaum in die steuerberatenden Berufe kommuniziert. Rechtliche Gründe können dafür nicht herhalten: der BGH hat das Factoring schon 1978 anerkannt (BGH, Urteil vom 7.6.1978 – VIII ZR 80/77, NJW 1978, S. 1972).

Steuerberater durften auch immer schon ihre Forderungen abtreten und verkaufen, allerdings nur mit Zustimmung ihrer Auftraggeber oder nachdem die Forderung rechtskräftig festgestellt worden war. Das hat der Gesetzgeber im 8 ...

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