Frauen an die Macht – Frauenquote auch in der SCE?

Die Frauenquote ist für deutsche Unternehmen Pflicht geworden. Doch gilt die Frauenquote auch für die Europäische Genossenschaft (SCE)?

Ende der 1980ger Jahre forderte Herbert Grönemeyer „Kinder an die Macht″ und kurz darauf prophezeite Ina Deter „Frauen kommen langsam, aber gewaltig″. Das hat sich gute zwei Jahrzehnte später der deutsche Gesetzgeber zu Herzen genommen und getreu dem Motto „Frauen an die Macht″ die Frauenquote für deutsche Unternehmen eingeführt. Aber gilt diese auch für die Europäische Genossenschaft (SCE)?

Die „fixe″ Frauenquote vs. die „weiche″ Frauenquote

Hinsichtlich der Frauenquote muss unterschieden werden: Zum einen gilt eine „fixe″ Frauenquote von 30% für Unternehmen, die börsennotiert und mitbestimmt sind.

Unternehmen, die entweder börsennotiert oder mitbestimmt sind, müssen sich selbst verbindliche Ziele für die Erhöhung des Frauenanteils in Führungspositionen setzen; sie trifft eine Pflicht zur Festlegung von Zielgrößen („weiche″ Frauenquote).

Keine „fixe″ Frauenquote in der SCE

Da Anteile der SCE nicht an der Börse handelbar sind, kommt eine „fixe″ Frauenquote für die SCE nicht in Betracht. Das hat im Zuge des Gesetzgebungsverfahrens auch der Gesetzgeber klargestellt (vgl. Gesetzesentwurf der Bundesregierung, BT-Drs. 18/3784, S. 135).

„Weiche″ Frauenquote in der SCE?

Bleibt die Frage, ob für die SCE eine „weiche″ Frauenquote gilt. Während die Pflicht zur Festlegung von Zielgrößen für die „herkömmliche″ Genossenschaft in § 9 Abs. 3, 4 Genossenschaftsgesetz (GenG) klargestellt wird, enthält das Gesetz über die Beteiligung der Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen in einer Europäischen Genossenschaft (SCEBG) keine entsprechende Anordnung.

Zur Beantwortung dieser Frage sollte der Blick jedoch auch auf die Regelungen für die Europäischen Aktiengesellschaft (SE) gerichtet werden ...

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