Immobilienmakler im Visier der Datenschutzbehörde

von Jennifer Jähn

Nicht nur das jüngst eingeführte Bestellerprinzip dürfte den Immobilienmaklern zu schaffen machen. Vor kurzem widmete sich das Bayerische Landesamt für Datenschutzaufsicht (BayLDA) der Überprüfung der Immobilienmakler. Im Rahmen der Recherchetätigkeit ist die Blogredaktion in diesem Zusammenhang auf ein Musterschreiben gestoßen, welches an zufällig ausgewählte Makler gesandt worden ist. Diesem Schreiben war ein Fragebogen beigefügt, der ausgefüllt werden sollte. Konkret ging es bei dieser Überprüfung darum, ob die Immobilienmakler die Datenschutzvorschriften, insbesondere im Hinblick auf den Umgang mit Kundendaten, einhalten. Doch durfte das BayLDA dies überhaupt, auch ohne dass Verdachtsmomente bei den Immobilienmaklern vorlagen?

Ja, denn gemäß § 38 Abs. 3 Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) kann eine Aufsichtsbehörde – hier die des Freistaates Bayern – von ihrem anlasslosem Kontrollrecht Gebrauch machen, sei es nun aus der Ferne oder direkt vor Ort.

Umfang der Auskunftspflicht

Die Auskunftspflicht der Immobilienmakler erstreckte sich im konkreten Fall auf folgende Themen:

  1. Erhebung von Daten über Miet- und Kaufinteressenten einschließlich der Speicherdauer dieser personenbezogenen Daten, wobei zwischen drei Phasen differenziert wurde: Zum einen die Daten derer, die eine Besichtigung wollen, derer, die ein konkretes Interesse am Objekt selbst haben und derer, die den Mietvertrag abschließen.
  2. Angaben zur elektronischen Datenerhebung, wie etwa die Kontaktaufnahme per E-Mail oder über die eigene Webseite.
  3. Einzelne Angaben zur Datensicherheit, insbesondere zu den getroffenen technischen und organisatorischen Maßnahmen (z.B. verschlüsselte Kommunikation) ...
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