Arbeitnehmer weigert sich mit Firmenwagen zu fahren, auf dem nackte Frauenbeine sind – Kündigung?

von Stephan Weinberger

Ein Mitarbeiter einer Kaffeefirma aus Mönchengladbach hat seinen Arbeitsplatz verloren. Der Grund: Er weigerte sich, den Firmenwagen zu fahren. Die Beifahrerseite des Fahrzeugs zieren nackte Frauenfüße in Kaffeebohnen. Diese Art von Werbung fand der Mitarbeiter unseriös. Es folgte die fristlose Kündigung und jetzt der Gang vor Gericht.

Der Geschäftsführer von Kaffeegenuss Bovelett, Rainer Bovelett, verkennt nicht die Wirkung solcher Werbung: “Das ist schließlich Sinn und Zweck von Werbung”. Dass die neue Lackierung eines seiner zehn Fahrzeuge dann doch solche Reaktionen nach sich zieht, hätte sich Bovelett weniger gewünscht.

Der Entschluss zur neuen “”pfiffigen” Werbung gab es vor einigen Monaten, da die alten Dienstfahrzeuge bisher “immer gleich langweilig” ausgesehen hätten. Zusammen mit einer Agentur wurde die Idee entworfen, angelehnt an den Spruch “Verführerisch lecker” auf einer 3D-Folie Kaffeebohnen zu präsentieren, die aus dem Fahrzeug herauszufallen scheinen. Damit nicht genug: In den Bohnen räkelt sich eine Frau, sichtbar sind aber nur die nackten Beine und die Schuhe. Dieses Bild befindet sich auf der Beifahrerseite des Fahrzeugs, das bevorzugt bei Vertriebsfahrten nach Köln und Düsseldorf eingesetzt werden soll.

Die Fahrerseite ist verziert mit einem kopflosen Mann, der auf einem Sack Kaffeebohnen sitzt. Wenn nun der Fahrer am Steuer sitzt, wirkt es, als würde sein Kopf zu dem bebilderten Körper gehören. Der betroffene Mitarbeiter weigerte sich jedoch, mit dem so bedruckten Fahrzeug Kunden aufzusuchen und machte dies klar deutlich. Er wolle ein seriöses Unternehmen repräsentieren, was er gefährdet sehe. So habe es bei der ersten Kundenfahrt nach Grevenbroich sofort negative Kommentare gegeben ...

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