Widerrufsbelehrungen fehlerhaft auch bei Immobilienkrediten seit 2011

Widerrufsbelehrungen fehlerhaft – Aus einer Entscheidung des OLG München, Az. 17 U 334/15, geht hervor, dass auch Kreditverträge aus den Jahren 2011 und 2012 widerrufen werden können. Auch bei Darlehensverträgen aus diesem Jahr kann die Zahlung einer Vorfälligkeitsentschädigung entfallen.

Kreditinstitute haben in den Jahren 2002-2010 meist fehlerhafte Widerrufsbelehrungen verwendet. Diese bekannte Tatsache wird nun durch das aktuelle Urteil auch auf Darlehensverträge nach 2010 erweitert.

Checkboxen und Ankreuzsysteme der Sparkassen in formularmäßigen Widerrufsbelehrungen benachteiligt Verbraucher und entsprechen nicht dem Deutlichkeitsgebot. Dieses besagt, dass die Widerrufsbelehrung gegenüber anderen Vertragsbestimmungen deutlich hervorgehoben werden muss. Damit ist die Widerrufbelehrung fehlerhaft und ein Widerruf ist durch den Verbraucher zulässig. Dem steht auch nicht die vorzeitige Ablösung des Kredites entgegen. Die Pflicht zur Erstattung einer bereits gezahlten Vorfälligkeitsentschädigung aus einem bereits umfassend abgewickelten Darlehensverhältnis zugunsten der Bankkunden wurde in diesem Urteil nochmals bestätigt.

Speziell für Bankkunden aus der Region München, die einen Kreditvertrag bei einer Sparkasse oder Kreissparkasse abgeschlossen haben, kann es sinnvoll sein, über einen Widerruf nachzudenken. Denn das allgemeine Zinsniveau ist weiterhin auf einem historischen Tiefpunkt ...

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