Lebensmittel-Informationsverordnung (LMIV) verpflichtet Online-Händler und Winzer

von RAin Lachenmann

Die Lebensmittel-Informationsverordnung (LMIV) verpflichtet Online-Händler, Winzer und sonstige Hersteller von Lebensmitteln zur Angabe diverser Informationen zu den zu verkaufenden Produkten. Kommt der Händler dem nicht nach, droht eine Abmahnung. So hat das LG Trier einen Winzer verurteilt, die Sulfite als Inhaltsstoff bei dem Verkauf anzugeben. Dies bezieht sich nicht nur auf die Kennzeichnung auf dem Etikett, sondern auch auf Angaben in Online-Shops oder eBay.

Lebensmittel-Informationsverordnung (LMIV) verpflichtet zu vielen Informationen

Die Lebensmittel-Informationsverordnung (LMIV) ist seit 13.12.2014 in Kraft und betrifft alle Verkäufer von Lebensmitteln – bei Verkauf an Verbraucher oder Anbieter von Gemeinschaftsverpflegung (z.B. Kantinen). Die LMIV bestimmt sowohl Pflichtangaben als auch freiwillige Angaben. Die Regelungen sind dabei nicht einfach zu durchschauen, da es verschiedene Verweise und Anhänge in der Lebensmittel-Informationsverordnung gibt. Bei Verkauf von Lebensmitteln ist es dringend zu empfehlen, vor Verkaufsstart sorgfältig die LMIV zu prüfen, ggf. unter Hinzuziehung eines Anwalts.

Pflichtangaben nach § 9 der Lebensmittel-Informationsverordnung sind u.a.:
  • Bezeichnung von Lebensmittel und Zutaten
  • Mögliche Stoffe, die Allergien und Unverträglichkeiten auslösen können
  • Menge der Zutaten und Nettofüllmenge des Lebensmittels
  • Name und Anschrift des Unternehmens, ggf. Herkunftsort
  • Angabe des Alkoholgehalts ab einem Gehalt von mehr als 1,2 % ...
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