Datenschutzrechtlicher Supergau bei Asset-Deal

von Clemens Pfitzer

Ein bislang wohl unterschätztes Thema bei Asset Deals dürften datenschutzrechtliche Fragen im Zusammenhang mit dem Erwerb von Kundendaten sein. Das Bayerische Landesamt für Datenschutzaufsicht könnte dies nun ändern und vielen Verkäufern und Käufern bei einem Asset Deal schlaflose Nächte bereiten.

Kundendaten haben für Unternehmen oft einen erheblichen wirtschaftlichen Wert, insbesondere auch wegen der Möglichkeit so werblich an die Kunden heranzutreten. Ein Onlineshop aus Bayern hatte daher im Rahmen eines Asset Deals Kundendaten, darunter auch E-Mail Adressen, an ein anderes Unternehmen verkauft.

Allerdings hatte er die Rechnung ohne die bayerischen Datenschützer gemacht.

Datenkauf bei Asset Deal

Das Bayerische Landesamt für Datenschutzaufsicht (BayLDA) verhängte nämlich wegen des Verkaufs der Kundendaten gegen den Käufer und den Verkäufer ein Bußgeld, wie sich aus der Pressemitteilung vom 30.07.2015 ergibt.

Datenschutzrechtlich sei zwar der Verkauf von Namen und Postanschriften regelmäßig unproblematisch, da diese auch ohne vorherige Einwilligung des Kunden für werbliche Zwecke übermittelt werden dürften ...

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