Private Krankenversicherungen gehen auf Honorarärzte los: 19-08-2015

Die Welle, die sich mit dem Urteil des BGH vom Ende letzten Jahres aufbauschte, scheint nun über den Honorarärzten zusammenzuschlagen: Vermehrt fordern nun private Krankenversicherungen Behandlungsentgelte zurück, die in Kliniken operierende Honorarärzte von ihren Privatpatienten im Jahr 2012 bezahlt bekommen haben. Sollten die Versicherungen nun alle Entgelte der letzten drei Jahre von allen Honorarärzten zurückfordern, könnte das für manchen Honorararzt existenzbedrohende Folgen haben. Doch auch wenn das BGH-Urteil vom 16.10.2014 auf den ersten Blick den Versicherungen einen Freibrief zur Rückforderung von Entgelten für einwandfrei erbrachte ärztliche Leistungen zu geben scheint - so eindeutig ist die Rechtslage nicht.

In den letzten Wochen melden sich immer mehr Honorararärzte mit sich ähnelnden Aufforderungsschreiben privater Krankenversicherungen: Der Arzt habe ... 2012 den Patienten XYZ in der ABC-Klinik behandelt, sei aber kein Chefarzt und das Urteil des BGH verbiete dies. Daher wird die Vergütung in Höhe von ... aus abgetretenem Recht binnen Monatsfrist zurück gefordert usw. Der Schreck ist groß, insbesondere wenn der Arzt weiss, dass er auf diese Weise in den letzten Jahren noch sehr viele andere Patienten behandelt hat und er ahnt, dass dieses Schreiben auch nur die Spitze eines Eisbergs sein kann ...

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