Mit dem setze ich mich doch nicht auf ein Handtuch!

von Gerfried Braune

Ja so kann es gehen. Eine Sachverständige, die bei mir eine Ausbildung zur Mediatorin absolviert hat, war beauftragt in einer festgefahrenen Auseinandersetzung zwischen Auftraggeber und Handwerker ein Sachverständigengutachten zu erstellen. Der Auftraggeber (sowohl für den Handwerker als auch für das Gutachten) besah sich die Visitenkarte der Sachverständigenmediatorin genau. Als sie dann vorschlug, zu versuchen, den Konflikt im Wege der Mediation zu lösen, erhielt sie von dem Auftraggeber die Antwort: “Mit dem setze ich mich doch nicht auf ein Handtuch!”

Die Sachverständige musste erst einmal erklären, dass Mediation etwas anderes ist als Medi-t-ation. Sie hat anschließend auch ihre Visitenkarte nochmals kritisch überprüft, ob die Druckerei nicht vielleicht doch das “t” in Mediation eingeflickt hatte. Das war aber nicht der Fall.

Was lernen wir daraus? Entweder hat der Kunde die Visitenkarte nicht wirklich gelesen und Medi-t-ation statt Mediation gelesen. Oder aber, es besteht nach wie vor Aufklärungsbedarf über Mediation. Ich denke, das ist nach wie vor der Fall ...

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