Geldfälschung & Inverkehrbringen von Falschgeld

von Jesko Baumhöfener

Geldfälschung & Inverkehrbringen von Falschgeld Benötige ich einen Rechtsanwalt?

Seitdem es Geld als Zahlungsmittel gibt, dürfte es auch Geldfälscher und damit das Falschgeld geben, obgleich das Handeln der Geldfälscher seit jeher mit Strafe bedroht ist.

Allein im Jahr 2011 stellte die Bundesbank etwa 39.000 gefälschte Euro-Banknoten sicher. In der Praxis als Strafverteidiger begegnet einem der Vorwurf entsprechend relativ häufig.

Selbst wenn heutzutage die Gelddruckereien auf den Euro-Banknoten nicht mehr – wie bis zum Jahre 1990 auf den deutschen DM-Scheinen – die Strafandrohung abdrucken, so ist sich wohl auch jeder juristische Laie über die Strafbarkeit von Geldfälschung im Klaren.

Doch was genau ist strafbar?

Die sogenannten Geldfälschungsdelikte hat der Gesetzgeber in den §§ 146 ff. StGB geregelt. Sie sollen das Interesse des Staates an der Sicherheit und Zuverlässigkeit des Zahlungsverkehrs schützen.

Zentraler Begriff ist das Geld. „Geld“ an sich meint die öffentlich als Wertträger beglaubigten Zahlungsmittel des In- und Auslandes. Besonders schutzwürdige Wertpapiere stehen ihnen gleich.

Geldfälschung

Nach § 146 Abs. 1 Nr. 1 StGB riskiert eine Freiheitsstrafe von nicht unter einem Jahr, wer Geld in der Absicht nachmacht, es als echt in den Verkehr zu bringen oder ein solches Inverkehrbringen zu ermöglichen, oder wer Geld in dieser Absicht so verfälscht, dass der Anschein eines höheren Wertes hervorgerufen wird. Was heißt das nun konkret?

Von einem „Nachmachen“ wird ausgegangen, wenn einer Sache der Anschein gültigen echten Geldes verliehen wird, so dass sie im gewöhnlichen Verkehr den Arglosen zu täuschen vermag. Dabei ist jedoch keine hohe Ähnlichkeit mit bzw. ein Vorbild in echtem Geld erforderlich.

Verfälschen bedeutet das Bearbeiten von echtem Geld in höherwertiges Geld, wobei hier bereits eine flüchtige Betrachtung ausreicht ...

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