Drei Ks……..Kinder, Kirchen- und Kuhglocken und jede Menge Lärm um…….?

von Liz Collet

Standen die bekannten 3Ks vormals für Kinder, Küche und Kirche, könnte man seit einiger Zeit ein neues Terzett mit ihnen bilden – Kinder, Kirchen- und Kuhglocken.

Der ihnen gemeinsame Nenner heisst Ruhestörung.

Ein aktuelles Beispiel ist die Entscheidung des Amtsgerichts Miesbach, welches im Wege einstweiligen Verfügungsverfahrens eine Regelung getroffen hat, die von 19 bis 7 Uhr für Kuhglockenruhe sorgen soll. Die Glocken sollen eben in der Zeit abgenommen werden.Die Entscheidung sorgt – wie sollte es anders sein – prompt für Aufschrei des Tenors, die “Zuagzogna”, die sich am Kuhglockenläuten stören, sollten doch zurück in die Stadt, wo sie herkämen. Und dass so ein Urteil nur möglich sei, weil zuviele Richter genauso “Preißn” seien, wie diejenigen, die auf’s Land und auf’s Dorf zuzögen. Der Sturm im Wasserglas ist schnell gewirbelt, social media tun ihr Übriges dazu.

Anders als oft in anderen Fällen, in denen “zugegzogene Städter” sich über bereits bei Zuzug vorhandene Kirchenglocken beispielsweise ärgern und diese unterbinden wollen, liegt im konketen Fall die Sache bisserl anders, denn erst war der Antragsteller da und die Nutzung der Wiese als Kuhweide mit Kuhglockenklang kam erst danach hinzu. Nun könnte man sagen: Auf dem Land sei auch damit zu rechnen. Doch wird man damit dem Ausgleich von Interessen nicht wirklich gerecht, bei dem es nicht allein immer darum geht, wer zuerst da war und ob und was schon immer so war und auf dem Land oder Dorf halt dazu gehöre. Gern wird nun das Urteil gescholten, dass damit der ohnehin beschwerte Beruf des Landwirts und seiner eh nur noch als Nebenerwerb lebbaren Existenz noch mehr belastet werde ...

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