Original und Fälschung

Original und Fälschung

Wir setzen unseren letzten Blogeintrag fort und widmen uns weiter der Frage, welche Möglichkeiten der Käufer beim Kauf des nicht ausgewiesenen Originals hat.

Hat der Käufer die “Unechtheit” des Werkes und damit einen Sachmangel festgestellt, kann er die im Gesetz geregelten Gewährleistungsrechte in Anspruch nehmen.

Nacherfüllung

Die Unechtheit des Werkes ist der Fälschung immanent. Diese haftet dem Werk als nicht mehr zu beseitigender Makel dauerhaft an.

Allein bei den Werken der seriellen Kunst kommt die Nachlieferung eines Exemplars aus der originalen Serie in Frage, soweit dies dem Verkäufer möglich ist. Hiermit würde das Werk bei der ars multiplicata als einer Gattungsschuld entstammend angesehen werden und nicht wie bei dem Unikat als Stückschuld angesehen. Dies ist möglich, soweit nicht das ganz spezielle Exemplar begehrt wurde, dessen Unechtheit irreparabel ist, sondern nur ein beliebiges Werk aus der Serie gewollt und geschuldet war. Kommt eine Nacherfüllung durch die Nachlieferung nicht in Frage, so treten an ihre Stelle die folgenden Alternativansprüche:

Rücktritt

Zunächst kommt hiermit die Möglichkeit des Rücktritts vom Vertrag in Betracht, die dem enttäuschten Käufer die Möglichkeit bietet, sich vom Kaufvertrag zu lösen, was als Konsequenz jedoch auch bedeutet, dass er das Kunstwerk nicht behalten kann, aber den Kaufpreis zurück bekommt ...

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