Die Vermessung der Gesundheit – wie positionieren sich Krankenkassen zu Wearables?

von Clemens Grünwald

.. diese Frage wird auch für den Schutz der Versichertendaten zunehmend an Bedeutung gewinnen. Wie bereits von uns berichtet, wecken Wearables bei Krankenkassen Begehrlichkeiten. Schließlich können hiermit der Gesundheitszustand und mögliche Risiken der Versicherten abgebildet und ausgewertet werden. Hieran knüpft sich die Frage an, welche hochsensiblen Gesundheitsdaten die Krankenkassen erhalten, wie lange und wo diese gespeichert werden und welche Auswirkungen ein ungesunder Lebenswandel künftig auf die Beitragssätze der Versicherten haben könnte.

Der Spiegel hat unlängst die unterschiedlichen Positionen gesetzlicher und privater Krankenkassen zu Wearables dargestellt, die wir nachfolgend beispielhaft zusammenfassen.

Positionen der gesetzlichen Krankenkassen

Die Techniker Krankenkasse will ihr Bonusprogramm abhängig von einer Entscheidung des Bundesversicherungsamtes auf Wearables ausweiten.

Die DAK wählt einen datenschutzkonformen Ansatz, indem sie den Kauf eines Fitnesstrackers aktuell und künftig nicht unterstützt. Nach Mitteilung der Krankenkasse sei schließlich nicht zu ermitteln, wer tatsächlich mit den Wearables joggt.

Auch die Barmer GEK unterstützt den Kauf von Wearables nicht. Allerdings sieht das Bonusprogramm neben einer Bewegungs-App auch Fitnesstracker als mögliche Prämien vor.

Bei der AOK sind die Positionen regional unterschiedlich. So prüft die AOK Rheinland/Hamburg eine Erweiterung ihres Bonusprogramms. In der Diskussion ist ein Zuschuss von 50 EUR beim Kauf eines Fitnesstrackers. Die AOK Niedersachsen und die AOK Nordwest wollen keine Unterstützung gewähren und planen dies derzeit auch nicht. Die AOK Hessen und die AOK Bremen/Bremerhaven prüfen noch intern, ob künftig ein Zuschuss gezahlt wird, ohne dass dies in eine Kontrolle ausarten soll.

Die Innungskrankenkassen wollen den Kauf von Fitnesstrackern derzeit nicht unterstützen ...

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