Berufsunfähigkeit – Antrag (BU-Leistung)

In unserer Praxis erleben wir in der Vergangenheit immer wieder, dass Mandanten zu uns kommen, die einen Antrag auf Leistungen wegen Berufsunfähigkeit bei ihrem Versicherer gestellt haben und lange Zeit nichts passiert. Alternativ, dass der Versicherer Unterlagen anfordert, diese aber nicht den Anforderungen der Rechtsprechung genügen.

Arbeitsplatzbeschreibung des Arbeitgebers ungenügend

Versicherer fordern häufig eine Arbeitsplatzbeschreibung des Arbeitgebers an, um die zuletzt in gesunden Tagen ausgeübte Tätigkeit des Versicherungsnehmers/der versicherten Person zu ermitteln. Dies ist für die betroffene Person vermeintlich einfach, da die Arbeit, die sie eigentlich selbst machen müssten, auf den Arbeitgeber abgewälzt wird. Dieser überreicht eine innerbetriebliche Arbeitsplatzbeschreibung, die dann an den Versicherer weiter geleitet wird.

Problem: keine Angaben zu konkreten Arbeitsabläufen und konkretem Zeitaufwand

Grund für die Vorlage der Arbeitsplatzbeschreibung oder auch Tätigkeitsbeschreibung ist, dass diese später einem Mediziner (Gutachter) vorgelegt wird, der dann die Frage zu beantworten hat, ob die betroffene Person berufsunfähig ist. Dies muss unter Berücksichtigung der Krankheit, die Auslöser für die Berufsunfähigkeit ist, beurteilt werden. Dies kann aber nur korrekt beurteilt werden, wenn die konkreten Arbeitsabläufe unter Berücksichtigung der Bewegungsabläufe, der dabei zu transportierenden Gewichte, der Körperhaltungen (z.B. über-Kopf-Arbeit) etc. bekannt sind.

Nicht jede Erkrankung führt zu Berufsunfähigkeit von 100%

In den meisten Versicherungsbedingungen wird 100% der versicherten Leistung (Rente + Beitragsbefreiung) gewährt, wenn die versicherte Person/ der Versicherungsnehmer zu 50% nicht mehr in der Lage ist, seine bisherige Tätigkeit, so wie sie in gesunden Tagen ausgestaltet war, auszuüben ...

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