Anfechtung der BR-Wahl bei der Hamburger MoPo – mit Ansage

Wer Hamburg kennt, dem ist natürlich die „MoPo“ ein Begriff. Die Hamburger Morgenpost, so heißt sie ausgeschrieben auf dem Titel, ist ein typisches Boulevardblatt, das seit schon längerem mit stark sinkenden Auflagen zu kämpfen hat. Knapp 90.000 Exemplare verkauft man täglich, allein im letzten Jahr fuhr man ein Minus von fast 11 Prozent ein. Der ganze Markt geht nach unten, auch die direkten Konkurrenten Hamburger Abendblatt und Bild Hamburg machen keine Ausnahme. Eine Branche im Umbruch, das ist kein Geheimnis.

Eigentümer der MoPo ist seit 2009 der Medienverlag M. Dumont Schauberg, eines der größten deutschen Verlagshäuser mit Sitz in Köln.

Im Verlagsgebäude der MoPo in Hamburg-Bahrenfelde herrscht schon seit mehreren Jahren immer wieder Unruhe. Betriebsbedingte Kündigungen, Stellenabbau und Umstrukturierungen, all das kommt immer wieder zur Sprache. Betriebsräte betreiben zusammen mit Vertretern der Gewerkschaft schon seit vielen Jahren einen Blog namens „Zeitungslandschaft im Umbau„, mit dessen Hilfe sie die Ereignisse im Verlag und bei der Hamburger Morgenpost dokumentieren und kommentieren.

Letzten Herbst ging es dann so richtig los: Erneut kamen Meldungen um einen geplanten Personalabbau auf, ganze Abteilungen sollten geschlossen werden, auch von der gezielten Auflösung des Betriebsrats war die Rede. Anfang 2015 sprach man ganz offen davon, dass 15% der Belegschaft ihren Job verlieren sollen. Es folgten Verhandlungen zwischen Arbeitnehmervertretern und Verlag. Diese wurden im Februar 2015 erfolglos abgebrochen.

In den letzten Monaten baute die Mediengruppe M. DuMont Schauberg ihre Gesellschaftsstrukturen schließlich um und gliederte Unternehmensbereiche in Tochtergesellschaften aus ...

Zum vollständigen Artikel

  • Betriebsrats-Chaos bei MDS: Wieso es die Arbeitnehmer auf Klagen ankommen lassen

    meedia.de - 33 Leser, 8 Tweets - Die Hamburger Morgenpost hat juristische Schritte gegen ihren Betriebsrat eingeleitet. Das berichten die Arbeitnehmervertreter des Verlags in eigener Sache. Grund: Bei der jüngsten Wahl im Juli wurden auch freie Mitarbeiter und Angestellte aus Tochtergesellschaften berücksichtigt. Die Arbeitnehmer sehen sich mit einem Gesamtbetriebsrat besser au...

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK