Bundesregierung: Kloster Memleben mit Denkmalpflegeprogramm vor dem Verfall gerettet

von Dr. Georg Neureither

Mit der Gründung eines Reichsklosters erlebte die Kaiserpfalz Memleben in Sachsen-Anhalt im 10. Jahrhundert ihre Blütezeit. Das Bauwerk wurde später als Steinbruch genutzt, bis die preußische Regierung die Ruine notdürftig sicherte. Heute fördert der Bund ihre Sanierung aus dem Denkmalpflegeprogramm.

Wer mehr über das Leben im Mittelalter wissen möchte, ist in Memleben richtig. Der Ort in Sachsen-Anhalt blickt auf eine große Geschichte zurück: Die Kaiserpfalz Memleben erlangte im 10. Jahrhundert unter der Herrschaft der Ottonen große Bedeutung. Hier starben König Heinrich I. und Kaiser Otto I., der Gründer des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation.

Im Gedenken an ihn stiftete sein Sohn, Kaiser Otto II., dem Ort im Jahr 979 ein Benediktiner-Kloster. Die Mönche des Klosters wurden per Urkunde dazu verpflichtet, für das Seelenheil des Vaters sowie für ihn selbst und seine Gemahlin Theophanu zu beten. Die kurze Blütezeit der bedeutenden Reichsabtei in Memleben beendete Kaiser Heinrich II. am 05.02.1015, als er das Kloster der osthessischen Abtei Hersfeld unterstellte. Aus welchen Gründen dies geschah, ist bis heute ungeklärt. Im 13. Jahrhundert jedenfalls wurde ein kleinerer Kirchenbau begonnen.

In den folgenden Jahrhunderten trotzte das Kloster Memleben dem vollständigen Verfall. Bis heute erhalten sind die Reste der Monumentalkirche aus dem 10. Jahrhundert und der spätromanischen Kirchenruine aus dem 13. Jahrhundert. Letztere ist in Sachsen-Anhalt eines der wenigen erhaltenen Beispiele dieser romanischen Bauweise.

Klosterruine wird national wertvolles Denkmal

Seit 1992 setzte sich die Gemeinde Memleben und ab 1999 der Verein Kloster und Kaiserpfalz Memleben e.V ...

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