Bereitschaftsdienst und Rufbereitschaft im Pflegedienst – Wann muss hier was bezahlt werden

von Elishewa Patterson Baysal

Bereitschaftsdienst und Rufbereitschaft kommen besonders häufig in der Pflegebranche vor. Erfahrungsgemäß wenden besonders häufig private Pflegedienste die gesetzlichen Vorgaben nicht oder nicht richtig an und gehen damit ein erhebliches finanzielles Risiko ein.

Private Pflegedienste stehen in einem harten Konkurrenzkampf zueinander. Besonders die Öffnung des Arbeitsmarktes für osteuopäische Pflegekräfte hat den Markt in den letzten Jahren stark verändert. Die Veränderung war so deutlich spürbar, dass sich sogar das Bundesarbeitsministerium damit beschäftigt hat und eine Verordnung über zwingende Arbeitsbedingungen in der Pflegebranche erlassen hat.

In der Praxis ist diese Verordnung jedoch scheinbar noch nicht richtig angekommen. Dabei stecht gerade bei der Vergütung des Bereitschaftsdienst ein ganz erhebliches finanzielles Risiko, dass sich für kleine Pflegedienste als existenzbedrohend darstellen dürfte. Es erscheint daher sinnvoll dieses Thema einmal aufzuarbeiten.

Was ist eigentlich Bereitschaftsdienst?

Bereitschaftsdienst ist die Zeitspanne, während derer ein Arbeitnehmer sich für die Zwecke des Betriebes an einer vom Arbeitgeber bestimmten Stelle innerhalb oder außerhalb des Betriebes aufzuhalten hat, damit er erforderlichenfalls seine volle Arbeitstätigkeit sofort oder bald aufnehmen kann. Wer sich also in der ambulanten Pflege rund um die Uhr um den Pflegebedürftigen kümmern muss, leistet auch während einer Pause oder im Schlaf noch Bereitschaftsdienst, weil er sich an einem vom Arbeitgeber bestimmten Ort befindet und jederzeit bereit sein muss seine Arbeit wieder aufzunehmen ...

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