AG Hamburg hält das Honorartableau der HUK-COBURG nicht für eine geeignete Schätzgrundlage und verurteilt die HUK-COBURG Allgem. Vers. AG zur Zahlung restlicher, abgetretener Sachverständigenkosten mit Urteil vom 20.5.2015 – 31c C 19/15 -.

von Willi Wacker

Hallo verehrte Captain-Huk-Leserinnen und -Leser,

nachfolgend veröffentlichen wir hier wieder ein positives Urteil aus Hamburg zu den Sachverständigenkosten aus abgetretenem Recht gegen die HUK-COBURG mit umfangreicher – schadensersatzrechtlich völlig korrekter – Begründung. Nachdem so etwas bei der HUK-COBURG jedoch nicht ankommt, wurde wohl auch hier nur wieder eine weitere Perle vor die Säue geworfen. Wieder einmal ist die HUK-COBURG unbelehrbar. Sie verweist immer noch auf das von ihr selbst gestrichte Honorartableau und meint doch allen Ernstes, dass die darin aufgeführten Werte die angemessenen Sachverständigenkosten darstellen würden. Sie hat immer noch nicht gelernt, dass s im Schadensersatzrechtnicht auf werkvertragliche Gesichtspunkte, wie Angemessenheit und Üblichkeit, ankommt. Im Schadensersatzrecht haben werkvertragliche Gesichtpunkte keine Rolle zu spielen. Das selbst gestrickte Honorartableau eignet sich noch nicht einmal als Schätzgrundlage, denn ein eintrittspflichtiger Versicherer kann dem Geschädigten als Gläubiger nicht diktieren, in welcher Höhe Schadensersatz zu leisten ist. Ein Preisdiktat durch die HUK-COBURG geht schon gar nicht! Lest aber selbst das Urteil und gebt dann Eure Kommentare ab. Das Urteil wurde erstritten und der Redaktion eingereicht durch Frau Rechtsanwältin Synatschke-Tchon aus Hamburg.

Viele Grüße Willi Wacker

Amtsgericht Hamburg Az.: 31c C 19/15

Urteil

IM NAMEN DES VOLKES

In dem Rechtsstreit

– Kläger –

gegen

HUK-Coburg-Allgemeine Versicherung AG, vertreten durch die Vorstände Wolfgang Flaß-hoff, Stefan Gronbach, Klaus-Jürgen Heitmann, Dr. Hans Olav Heroy, Jörn Sandig und Dr. Wolfgang Weiler, Nagelsweg 41-45, 20090 Hamburg

– Beklagte –

erkennt das Amtsgericht Hamburg – Abteilung 31c – durch die Richterin am Amtsgericht F. am 20.05.2015 ohne mündliche Verhandlung gemäß § 495a ZPO für Recht:

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