Windows 10 und der Datenschutz

von RA Sebastian Schwiering

Windows 10 und der Datenschutz

Am 29. Juli 2015 hat Microsoft sein neues Betriebssystem Windows 10 veröffentlicht. Schon nach nur wenigen Tagen zeigen sich dabei erhebliche Defizite im Hinblick auf die Datenschutzeinstellungen, die im Folgenden kursorisch dargestellt werden sollen.

Microsoft hatte erst im Juli dieses Jahres seine Datenschutzbedingungen aktualisiert und sich sehr weitgehende Recht hinsichtlich der Nutzerdaten eingeräumt. Insbesondere behält sich Microsoft das Recht vor, Daten über Inhalte und Nutzung eines Windows-10-Computers zu erheben und sie für zielgerichtete Werbung oder den Datenhandel mit Dritten zu nutzen. Zu diesem Zweck erstellt Microsoft für jede Windows 10 Installation eine sog. Werbe-ID und verknüpft diese zur Identifikation des Nutzers mit den von ihm verwendeten E-Mail Adressen bei App-Downloads und anderen Microsoft-Programmen. Des Weiteren ist auch die Standortbestimmung standardmäßig aktiviert; der Zugriff auf die Kamera wird für Apps standardmäßig gewährt. Für die virtuelle Assistentin Cortana und deren persönliche Empfehlungen sammelt Microsoft Kontakte, aktuelle Kalenderereignisse, Sprach- und Handschriftmuster sowie den Eingabeverlauf, im Rahmen der Feedback- und Diagnosefunktion werden sämtliche verfügbaren „Diagnose- und Nutzungsdaten“ standardmäßig übermittelt. Außerdem sammelt Microsoft standardmäßig Informationen zum Schreibverhalten der Nutzer, um die Eingabe- und Suchfunktionen „in der Zukunft zu verbessern“. Schließlich werden im Rahmen der Kontosynchronisieren standardmäßig der Browserverlauf sowie Passwörter für das WLAN und für Websites, auf denen man sich eingeloggt hat, an Microsoft übermittelt. Zu welchen Zwecken diese Daten verwendet werden, ist in Microsofts Datenschutzbestimmungen sehr ausführlich beschrieben ...

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