Uops! Der ist ja schon seit 15 Jahren nicht mehr schwerbehindert – jetzt aber schnell den Ausweis entziehen!

von Liz Collet

Menschen mit überstandenen Krebserkrankungen und -behandlungen schätzen sich glücklich.

Bis sie das wieder können und zwar wirklich angstfrei und ohne den insgeheimen Gedanken, ob und wann nicht doch die Erkrankung wiederkehrt, dauert seine Zeit. Und so 100% angstfrei wird kaum je einer wirklich wieder sein. Auch wenn es mit der Zeit leichter wird, in der Nachsorgeuntersuchungen keinen erneuten Befund oder Befundverdacht erbringen. Aus dem beruflichen wie privaten Umgang mit Patienten weiss ich um die bei jedem unterschiedlichen “Techniken”, damit umzugehen, welche die einen entwickeln, um wieder nach vorn zu sehen und die Angst loszulassen. Und dass es manchen weniger gut gelingt. Weil das schon nicht leicht genug ist und jedem nachvollziehbar, wünscht man jedem Betroffenen, dass er wenigstens medizinisch während der Zeit der Behandlung und auch im Übrigen gut versorgt ist, auch finanziell. Eines der sozialversicherungsrechtlichen Ausgleichsrechte, das mit schweren Erkrankungen je nach dem Umständen einhergeht ist die Frage der Anerkennung einer Schwerbehinderung, deren Grad und deren Bestand auch nach (jedem Patienten zu wünschender) Heilungsbewährung.

Nicht jede von Ämtern aus medizinischen Befunden als Schlußfolgerung gezogenen Entscheidungen sind Laien (manche selbst Juristen nicht) verständlich und nachvollziehbar, wie ein in den Medien jüngst berichteter Fall zeigt und die Reaktionen darauf. Die nahelegen, einem kranken Menschen nicht – ob unheilbar oder kaum wieder etwas besser auf den Beinen – mit amtlichen Bescheiden, Aufforderungen zur Arbeit oder Entzug von sozialversicherungsrechtlichen Leistungen erneut Belastung zuzumuten, die Kraft kostet. Mehr als Situation und (anhaltende, unheilbare oder hoffentlich dauerhaft oder für eine Zeit überstandene) Erkrankungen noch zusätzlich zulassen würden. Menschlich betrachtet ...

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