Die bei der SZ hat’s ja……

von Liz Collet

1. Klasse

Wenn Sie im Posttitel einen Schreibfehler vermuten, irren Sie. Ein des Altmünchnerischen des Bajuwarischen Sprachklangs mächtigen Lesers erkennt auf Anhieb, was gemeint ist. Und genau so darf und soll man es auch verstehen.

Denn genau das kommt einem in den Sinn, wenn man den Text liest, mit welchem man bei der SZ sowohl in der Twitter wie in der Facebook Timeline den verlinkten Artikel einleitet, in welchem es um den Preis von Schultüten geht.

Eine Umfrage hat ermittelt, was Schultüten kosten – und in welchem Bundesland Eltern am geizigsten sind. #Schule http://t.co/mArs3j2AZZ

— SZ Top-News (@SZ_TopNews) August 10, 2015

Bei der SZ hakt’s wohl mit den Maßstäben von Geiz und Geld!

Wir wollen mal ganz beiseite lassen, dass es angesichts der (echten!) Not von Kriegsflüchtlingen, die so manches brauchen können und für das viele Menschen abseits der gern derzeit zitierten flüchtlingsfeindlichen Parolen und Taten auch vieles geben, ehrenamtlich im Einsatz sind und einiges leisten (auch wenn manchem dann das Feldbett nicht gut genug scheint) Prioriäten bei der Verwendung des Budgets, das jede Familie für ihre Kinder und deren Bedarf und Bedürfnisse hat, bereits eine Schultüte für 56,60 Euro und erst recht für Schultüten, die rund 1/4 der Monatsmiete oder Rente mancher Menschen kosten, dekadent zu nennen ist.

Allen Ernstes liest man da “in welchem Bundesland die Eltern am geizigsten sind.”

Geht’s eigentlich noch? Cerebraler Hitzeschaden beim Schreiber solcher Sätze in der SZ?

Bei einem Preis von 56,50 Euro von “Geiz” der Eltern zu sprechen, finde ich mit Verlaub unverschämt und überheblich ...

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