Das Bild des Prinzen – die Vermarktungsrechte im Spannungsfeld von Sportler, Wettkampf und Verein

von Thomas Herro

Das Bild des Prinzen – die Vermarktungsrechte im Spannungsfeld von Sportler, Wettkampf und Verein

Von Thomas Herro, 10. August 2015

Durch den gescheiterten Transfer von Kevin-Prince Boateng vom FC Schalke 04 zu Sporting Lissabon ist ein Thema in den öffentlichen Fokus gerückt, das ansonsten eher im Wirtschaftsteil als im Sportteil zu finden ist: die Vermarktung eines Profifußballers und dessen allgemeines Persönlichkeitsrecht.

Wie zunächst auf der Homepage des portugiesischen Traditionsvereins zu lesen war und später auch vom FC Schalke 04 bestätigt wurde, scheiterte der fast als sicher geltende Transfer des Prinzen daran, dass sich der Verein und der Spieler bzw. sein Berater nicht über die Bildrechte einigen konnten. Zuvor waren Zweifel an dem körperlichen Zustand und ein gescheiterter Medizincheck als Grund des geplatzten Wechsels genannt worden. Inzwischen hat sich jedoch offenbar ein Offizieller von Sporting gemeldet und behauptet, das Knie des Prinzen sei doch der Grund des gescheiterten Transfers. Es bleibt also undurchsichtig.

Wir nehmen die Presserklärung von Sporting dennoch zum Anlass, um die rechtliche Situation im Zusammenhang mit den Bildrechten der Spieler genauer unter die Lupe zu nehmen.

Bildrecht als Vermögensrecht

Nach gefestigter Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ist in dem allgemeinen Persönlichkeitsrecht auch ein vermögenswerter Bestandteil enthalten. Bereits in einer frühen Entscheidung hat der BGH festgehalten, dass es sich bei dem Recht am eigenen Bild um ein vermögenswertes Ausschließlichkeitsrecht handelt und im Falle seiner Verletzung die gleichen Grundsätze zum Tragen kommen wie bei der Verletzung von Immaterialgüterrechten wie etwa Urheber- und Patentrechten (BGHZ 20,345 – Paul Dahlke) ...

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