Quo vadis? #Datenschutz: Wearable-Zuschuss durch Krankenkasse? Kreditabsage wegen falscher Facebook-Freunde? Günstigere KFZ-Versicherung durch Telematik?

von RA Tobias Herrmann

Wenn ich mir so die Nachrichten der letzten zwei Tage zu verschiedenen “Datenprojekten” anschaue, drängt sich mir die Frage auf: “Quo vadis” – Datenschutz?

  • Wie z.B. der Kollege Gulden hier berichtet, bietet derzeit zumindest eine KFZ-Halterversicherung an, Rabatte auf die jährliche Versicherungsprämie zu gewähren. Voraussetzung ist nur, dass man sich einen kleinen, netten Kasten in der PKW einbauen lässt, der den Fahrstil des Fahrers permanent überwacht. Als weitere Belohnung kann man sich sogar auch zum “Fahrer des Monats” küren lassen. Die Rangliste wird sogar – leider noch anonym und ohne Foto – veröffentlicht.
  • Spiegel Online berichtet, dass nun auch einige Krankenkassen Wearables – tragbare elektronische Geräte, die z.B. Schritte zählen oder den Puls messen – bezuschussen. Offenbar gehen einige Kassen bereits einen “kleinen” Schritt weiter und bieten eine App an, die gesundheitsbewusstes Verhalten sogar belohnt. Auch hierfür muss man einfach nur ein paar kleine (Gesundheits-)Daten zur Verfügung stehen.
  • Auch die Banken stehen vor einem weiteren spannenden Datenprojekt. Wie hier berichtet wird, hat Facebook nun ein Patent erhalten, dass es ermöglichen soll, die Kreditwürdigkeit auf Basis des Facebook-Freundeskreis zu ermitteln. Also: Bei der nächsten Kreditanfrage unterschreiben wir dann nicht mehr nur die Genehmigung der Schufa-Auskunft, sondern schalten auch noch den Facebook-Account für den freundlichen Bankberater frei. Davor gilt es natürlich den Facebook-Account von falschen Freunden zu säubern…

Aus Sicht des Datenschutzrechts sind wohl alle diese Datenprojekte rechtlich zulässig. Vorausgesetzt es liegt eine hinreichende Einwilligung im Sinne des § 4a BDSG vor. Eine solche Einwilligung werden die jeweiligen Juristen sicherlich formulieren können ...

Zum vollständigen Artikel

  • Zuschuss für Wearables: Die Kasse trainiert mit

    spiegel.de - 35 Leser, 64 Tweets - Schrittzähler, Pulsmesser, Apple Watch: Mit sogenannten Wearables checken gesundheitsbewusste Menschen ihre Fitness. Jetzt bezuschusst die erste Krankenkasse solche Geräte - doch das ist umstritten.

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK