Zu Unrecht in der Psychiatrie: In den Mühlen von Justiz und Behörden, Horror Zwangseinweisung: “Es gibt viele Mollaths”, 2014

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Unfreiwillig in der Psychiatrie – was tun?, Horror Zwangseinweisung: “Es gibt viele Mollaths”

Jedes Jahr werden rund 200000 Menschen gegen ihren Willen in die Psychiatrie eingewiesen. Wir erzählen die Geschichte einer Zwangseinweisung – und geben Tipps, wie man sich in einer solchen Situation verhalten sollte.

Jedes Jahr werden in Deutschland rund 200?000 Menschen gegen ihren Willen in die Psychiatrie eingewiesen – meist, weil sie sich selbst oder andere gefährden könnten. Der Anwalt Gerhard Strate, der durch die Verteidigung von Gustl Mollath bekannt wurde, ist überzeugt: Unter diesen Zwangseingewiesenen sind „viele Mollaths“, die vorschnell ihrer Freiheit beraubt wurden! Andererseits ist es für Ärzte und Behörden oft schwer zu erkennen, wann wirklich die Gefahr eines Selbstmordes besteht. Wir erzählen die Geschichte einer Zwangseinweisung – und geben Tipps, wie man sich in einer solch schwierigen Situation verhalten sollte.

Am Vormittag des 26. Juli 2013 klingelt es energisch an der Tür von Claudia Mühlhölzl. Vor dem Oberaudorfer Haus, in dem die 49-Jährige gemeinsam mit ihrer 72-jährigen Mutter lebt, stehen eine Mitarbeiterin des Landratsamtes Rosenheim und zwei Polizeibeamte: „Wir müssen Sie mitnehmen. Sie werden jetzt eingewiesen“. Ein Horror-Erlebnis, ausgelöst durch einen Hilferuf an Ministerpräsident Horst Seehofer…

Versucht man eine Chronologie der Ereignisse, so beginnt alles mit einem Schicksalsschlag. 2004 wird bei Mühlhölzl chronische Neuroborreliose diagnostiziert. Die körperlichen Leiden über Jahre hinweg haben sie „aus der Bahn geworfen“, wie sie sagt. Psychopharmaka zu nehmen habe sie allerdings schon damals abgelehnt. „Ich mag meine Sinne schon zusammen haben“, so Mühlhölzl.

Als Folge der Neuroborreliose leidet sie unter Depressionen und wird deswegen zeitweise von Dr ...

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Zu Unrecht in der Psychiatrie: In den Mühlen von Justiz und Behörden | Kontrovers | BR

Ein Mietstreit bringt eine Frau in die Psychiatrie. Zu Unrecht, wie ein Gericht inzwischen festgestellt hat. Als sie aus der Psychiatrie kommt, stehen sie und ihre 72-jährige Mutter auf der Straße. Und die Behörden? Helfen nicht ... Mehr von Kontrovers unter: http://www.br.de/kontrovers Autor: Jens Kuhn


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