Wie viel Steuern zahlt eigentlich mein Nachbar?

von Matthias Trinks

Als erste der Bewerber um das Amt des US-Präsidenten hat Hillary Clinton im laufenden Wahlkampf ihre Steuererklärungen veröffentlicht. Während man in Deutschland immer wieder staunt, dürfte diese Praxis den Einwohnern anderer Staaten nur ein müdes Lächeln abringen. Dort werden gar die Steuerdaten aller Bürger veröffentlicht. Wäre das eine Idee für Deutschland? Wohl leider nicht.

Bill und Hillary Clinton haben im vergangenen Jahr knapp 10 Mio. US-Dollar an Bundessteuern gezahlt. Das kann seit der vergangenen Woche jeder im Internet einsehen. Denn im Präsidentschaftswahlkampf ist es in Übersee längst üblich seine Steuererklärungen zu veröffentlichen.

Von sowohl Transparenz sind deutsche Politiker Lichtjahre entfernt. Besonders deutlich macht das die aktuelle Debatte um die Nebeneinkünfte im Bundestag. Mehr als großzügig angelegte Einkommensstufen sind da nicht denkbar. Vor der großen Diskussion um die (im US-Vergleich überraschend deutlich geringeren) Vortragshonorare von Peer Steinbrück vor einigen Jahren waren die Einkommensstufen sogar noch weniger aussagekräftig. Man fragt sich bei diesen Gelegenheiten immer, woher die Abgeordneten eigentlich die Zeit für ihre ganzen Nebenbetätigungen nehmen.

In anderen Staaten herrschen derweil in Sachen Veröffentlichung von Steuerdaten noch ganz andere Sitten ...

Zum vollständigen Artikel

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK