„Mit Willi Millowitsch einfach mal herzlich über alles lachen“

Führung und Kommunikation in Kanzleien

Wer Ende Juni 2015 das Handelsblatt aufschlug konnte lesen, dass gerade ein Kulturwandel in den Kanzleien stattfindet. Von einer zunehmenden Differenzierung des Marktes in den letzten Jahren wurde berichtet, in dem kleinere Einheiten die großen Wirtschaftskanzleien

herausfordern und darüber, wie die Großkanzleien auf diesen Wandel reagieren. Keine Frage: Der Rechtsberatungsmarkt ist in Bewegung und führt zu Veränderungen in den Kanzleien. Und nicht nur das. Auch von Seiten der nachkommenden Generation geraten die Sozietäten unter Druck. Die Ansprüche der Generation Y, die weniger Wert auf Status als auf Work-Life-Balance legt, sind schon seit geraumer Zeit ein Thema.

Über eine Frage wird dabei eher selten gesprochen, obwohl sie im Arbeitsalltag allgegenwärtig und trotz – oder gerade wegen – des Kulturwandels in den Kanzleien grundlegend ist: Die Frage nach Führung und Kommunikation. Zeit, sich mit Kanzleiberater Falk Schornstheimer diesem Thema zu widmen.

awk: Wie wichtig ist die Frage, wie wir miteinander umgehen, für die Zukunftsfähigkeit von Kanzleien?

Falk Schornstheimer: Es wird Sie wenig wundern, wenn ich mit „sehr wichtig“ antworte. Dies ist aber weder Übertreibung noch Opportunismus, sondern es stimmt. Sie können an der Entwicklung der Einstellungsvoraussetzungen in Stellenanzeigen förmlich ablesen, wie der Punkt „Kommunikation“/“Soziale Interaktion“ für Unternehmen von Jahr zu Jahr an Bedeutung gewinnt. Für Kanzleien ist er als Erfolgsfaktor ganz besonders entscheidend, da in großen Mandaten extrem viel vom Teamwork abhängt. Das Produkt der Arbeit, ein Vertrag oder ein gut vorbereiteter Prozess, wird in vielen Fällen in seiner Qualität von der Art und Weise bestimmt, wie die Beteiligten zusammengearbeitet haben ...

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