Mecklenburgische – sinnfrei

von Jürgen Melchior

In einer Owi-Sache hatte die Mecklenburgische Kostendeckungszusage für die Verteidigung erteilt. Dann das übliche Standardprogramm:

Akteneinsicht, Bußgeldbescheid, Einspruch gegen selbigen mit Begründung, Abgabe an das Amtsgericht, Anberaumung eines Hauptverhandlungstermins.

Zu Gericht will die Mandantin – aus welchen Gründen auch immer – aber nun gar nicht (auch wenn m.E. Erfolgsaussichten bestanden hätten). Aber wer nicht will, will nicht (und muss hier auch nicht):

Also Einspruch retour, Schlussrechnung an Mecklenburgische – aber statt Zahlung geht nun der Zirkus los:

Man will wissen, warum der Einspruch denn nicht bereits vor Abgabe an das AG zurückgenommen wurde. Kurzes Rückfax: „Fragen Sie bitte ihre VN!“

Daraufhin verweist die Mecklenburgische auf § 17 ARB. Dieser betrifft nur das Verhältnis RSV / VN; nicht aber zu dessen Anwalt, liebe Mecklenburgische!

Dass bleibt nicht ohne Antwort: Natürlich wisse man das – und ich wisse, dass „die Obliegenheiten nach § 17 ARB den Deckungszusagen immanent“ sind (mag sein, und?). Man warte aber noch auf eine Antwort der Mandantin und empfiehlt, sich wegen des restliche Honorars ggf. an diese zu wenden (trotz bereits erteilter Kostendeckungszusage).

Dann Schweigen – also Zahlungserinnerung an Mecklenburgische unter Ankündigung eventueller Weiterungen ...

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