Kundendatendiebstahl

Der Kundendatendiebstahl kann ein Unternehmen je nach Umfang in größere finanzielle bis existenzgefährdende Schwierigkeiten bringen.

Es kommt immer wieder vor, dass Mitarbeiter, meistens im Zuge von deren Ausscheiden aus einem Unternehmen – Kundendaten des Arbeitgebers entwenden, um diese anschließend selbst zu nutzen oder etwa zu verkaufen.

Während eines laufenden Anstellungsverhältnisses besteht über die arbeitsrechtliche Treuepflicht (§§ 60 f. HGB) zunächst eine Verschwiegenheitspflicht, die sich auch auf Kundendaten erstreckt. Weiter beinhaltet diese Pflicht ein Wettbewerbsverbot, während der Dauer der Tätigkeit für den Arbeitgeber ein Konkurrenzverbot. Darüber hinaus schützt § 17 Abs. 2 Nr. 1UWG den Unternehmer davor, dass sich jemand Geheimnisse unrechtmäßig verschafft, was meist eine Vorbereitungshandlung für den späteren Geheimnisverrat darstellt.

Rechtslage nach dem Ausscheiden

Nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses ist es dem ausgeschiedenen Mitarbeiter jedoch grundsätzlich gestattet, selbst oder durch eine Tätigkeit bei einem Mitbewerber in Konkurrenz zum früheren Arbeitgeber zu treten – sofern er dies mit lauteren Mitteln tut und kein wirksames nachvertragliches Wettbewerbsverbot vereinbart wurde.

Nachvertragliches Wettbewerbsverbot

Ein nachvertragliches Wettbewerbsverbot ist in der Regel nur dann wirksam, wenn es schriftlich vereinbart wird, auf eine Dauer von maximal 2 Jahren beschränkt ist und dem ausgeschiedenen Mitarbeiter zugleich eine Karenzentschädigung gezahlt wird. Nach § 74 Abs. 2 HGB muss eine solche Entschädigung wenigstens die Hälfte der zuvor bezogenen Leistungen erreichen. Das berufliche Fortkommen des ehemaligen Mitarbeiters darf auch nicht übermäßig beschränkt werden und es muss ein berechtigtes Interesse des früheren Arbeitgebers zu seinem Schutz vor Konkurrenz vorliegen ...

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